Der Vortrag stützt sich auf Mary Flanagans Konzept des Critical Play, Zygmunt
Baumans Analyse des konsumierenden Subjekts sowie Linderoth und Mortensens Ästhetik des Dark Play. Er argumentiert, dass Unbehagen
und Absurdität als produktive Werkzeuge kritischer Untersuchung fungieren können. Die Entwurfsmethodik von Happy Shoppers
– das Hacken und Subvertieren einer vertrauten Spielstruktur – dient dabei als Demonstration, wie Spiele die in alltäglichem
Konsum eingebetteten Ideologien herausfordern können, ohne einfache Antworten oder moralische Auflösungen anzubieten.
Dr. Chloé Wake (geb. Germaine) ist Reader in Environmental Humanities am Department of English der Manchester
Metropolitan University und Co-Direktorin des Manchester Game Centre. Ihre Forschung bewegt sich an der Schnittstelle von
Game Studies, Kritischer Theorie und Environmental Humanities, mit besonderem Fokus darauf, wie Spiele Ideologien modellieren
und naturalisieren – und wie sie gestaltet werden können, um diese herauszufordern.
Sie ist Ko-Autorin, gemeinsam mit
Paul Wake, von
Curious Games: Game Making, Hacking and Jamming as Critical Practice (Behavioral Sciences, 2025),
das die Methodik des Game Hacking und Jamming als Form kritisch-kreativer Forschung entwickelt. Weiters ist sie Ko-Herausgeberin,
ebenfalls mit Paul Wake, von
Material Game Studies: A Philosophy of Analogue Play (Bloomsbury, 2022). Gemeinsam entwerfen
sie unter dem Namen Frank and Alex Games Spiele.
Happy Shoppers ist ihre jüngste gemeinsame Arbeit.
TeilnahmeOnline via
ZoomVortrag
auf Englisch
Gehosted von Thomas Brandstetter & Margarete Jahrmann